Wasserversorgung – Beispiele aus der Region Kilimanjaro

Erhebliche Summen an Entwicklungshilfe-Geldern sind in den letzten zwei Jahrzehnten über KfW-Finanzierungen in die Region Kilimanjaro geflossen, hier im besonderen in die Distrikte Hai, Siha, Moshi-Rural sowie Moshi-Urban. Der Erfolg ist deutlich: Die Stadt Moshi und die genannten Distrikte verfügen heute über gesicherte und nachhaltige Wasserversorgungssysteme, die dezentral und basisdemokratisch über Village Committes, Water Boards, professionell operierende Urban Water Authorities sowie Water Trusts betrieben werden.

Die Implementierung dieser Projekte durch die “Consulting Engineers Salzgitter GmbH” (CES) nähert sich dem Ende. Der Projektleiter für Moshi-Rural, Dieter Gerstenkorn, war so freundlich mich in der letzten Woche auf eine Besichtigungstour mitzunehmen. Anbei einige Fotos aus seinem Projektbereich. Wir besuchten dabei nur das Gebiet in der trockenen Steppe südlich von Moshi. Dort werden zwölf Dörfer mit individuellen, solarenergie-betriebenen Pumpen aus Bohrbrunnen mit sauberem Trinkwasser versorgt. Ein kleines technisches Highlight ist ein Wasserrad, welches über einen vorhandenen Bewässerungskanal angetrieben wird. Diese “kostenlose” Energie dient zum Antrieb zweier Pumpen für Brunnen und Hochbehälter.

Bohrbrunnen mit Hochbehälter, Solarpanele dienen zur Energieversorgung

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Trinkwasserentnahme aus einer offenen Quelle

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“Deutsches Ingenieurhandwerk” – Ein Wasserrad in der Steppe…

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Weit umfangreichere und komplexere Projektabschnitte versorgen in der Kilimanjaro-Gebirgsregion eine große Anzahl von Dörfern mit Trinkwasser aus Quellen, Fluß- und Bachläufen mittels Gravity-Systemen (Wasserverteilung über Schwerkraft). Hierüber werde ich sicher einmal gesondert berichten.

Leider steht die Form der direkten Projektfinanzierung durch die deutsche staatliche Entwicklungshilfe vor dem aus. Mit der Politik der “Basket”-Finanzierung wird das Geld zZ. mit der Gießkanne über das Land verteilt. Für mich ist es schwer vorstellbar – erste Erfahrungen bestätigen leider diese Einschätzung – dass auf diesem Wege künftig ähnlich erfolgreiche Arbeit für die Entwicklung der tansanischen Wasserversorgungs-Infrastruktur geleistet werden kann!

Zufällige Begegnung – ein Chamäleon kreuzt unseren Weg

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Über Klaus

EH Tanzania
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