Olpopongi Maasai Village

Tom Kunkler lud mich gestern zu einem Besuch des Olpopongi Maasai Cultural Village ein. Das Dorf liegt ca. 74km nordwestlich von Moshi im West-Kilimanjaro Maasai Land. Die Maasai leben hier in verstreut liegenden Dörfern. Je nach Jahreszeit treiben sie ihre Viehherden bis nach Kenia im Norden oder in die Maasai-Steppe im Süden. Allerdings leben sie nicht mehr nomadisch sondern haben sich in festen Dörfern niedergelassen. Nur die Männer ziehen je nach Erfordernis mit den Tieren umher.

Um eine weitere Einnahmequellen zu erschließen und um Besuchern die Möglichkeit zum Kennenlernen ihrer Kultur zu geben, haben sie zusammen mit Tom das Olpopongi-Dorf errichtet. Hier kann man als Tourist erfahren wie die Maasai auch heute noch leben ohne dass man dadurch die wirkliche Dorfgemeinschaft stört. Die Maasai betreiben ihr Kulturdorf mit großer Freude und zeigen mit herzlicher Gastfreundschaft wie ihr Leben im Busch sich gestaltet.

Olpopongi bietet Übernachtungsmöglichkeiten in Original-Maasai Hütten (Boma), wobei mit Rücksicht auf touristische Bedürfnisse komfortable Schlafgelegenheiten und sanitäre Einrichtungen nach westlichem Standard zur Verfügung stehen – dafür hat Tom gemeinsam mit seinem Vater schon gesorgt 😉

Ein vielfältiges Programm mit Buschwalks und original Maasai BBQ-Dinner kann gebucht werden. Mit etwas Glück sind Tierbeobachtungen möglich. Auch ein kleines Museum wurde eingerichtet, in dem die Maasai ausführlich ihre Historie, ihre Gebrauchs- und Ritualgegenstände und natürlich ihre Traditionen erläutern. Olpopongi sollte jeder Tansania-Besucher auf seiner Reise einplanen, denn nirgendwo sonst ist ein so intensiver Einblick in die uns fremdartige Kultur und Lebensweise der Maasai möglich!

Mit Gesang begrüßen uns die Maasai als ihre Gäste

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Im Museum gibt’s dann erst einmal Sprachunterricht

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Die Dorfälteste Mama serviert jedem Besucher einen original Maasai-Tee. Mama ist 94 Jahre alt und immer noch rüstig. Sie ist die Architektin des Dorfes, denn Hausbau ist bei den Maasai Frauensache…

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Das darf natürlich nicht fehlen: Vorführungen des berühmten Maasai-Sprunges und ein Versuch der Nachahmung…

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Die Damen erheitern sich derweil an den Künsten der Herren.

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Beim Buschwalk erklärt mir Kisika wie die Maasai Pflanzen und Tiere nutzen. Auch eine Speerwurf-Übung steht auf dem Programm. Doch die Maasai sind keine Jäger. Die Kunst des Speerwerfens gilt nur der Verteidigung vor wilden Tieren.

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Er habe schon einmal einen gefährlichen Löwen, der fünf Kühe gerissen hatte, mit dem Speer getötet, erklärt mir Kisika.

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Zum Glück war gerade kein Löwe in der Nähe als ich mich am Speerwurf übe…

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Kisika vor einem Olpopongi-Baum, dessen Holz zum Hausbau verwendet wird und der dem Dorf seinen Namen gab.

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Wüstenblume…

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Über Klaus

EH Tanzania
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