Was man so alles auf sich nimmt…

…um interessante Fotos zu machen 😉

Tom hatte mich am letzten Wochenende als Fotograf zu einer Maasai-Hochzeitsfeier nach Olpopongi eingeladen. Ein Gäste-Paar aus den USA wollte seine Hochzeit in der Maasai-Tradition zelebrieren. Der Bericht und Fotos dazu sind im nächsten Blog-Beitrag zu lesen und zu sehen.

Hier möchte ich von den Erlebnissen berichten die ich hatte um diese Bilder überhaupt zu machen. Das war ein echtes afrikanisches Abenteuer – die Regenzeit hatte uns voll erwischt!

Die Fahrstrecke Moshi – Olpopongi beträgt ca. 75km, davon sind aber höchstens 50km asphaltiert. Danach gibt es nur noch Piste in meist semi-arider Landschaft. Typischer rot-brauner Lehmboden. Auf der Hinfahrt hatte es gleich morgens ununterbrochen geregnet und die Strecke wurde immer unbefahrbarer, total schlammig mit zum Teil riesigen Pfützen. Aber das Schlimmste ist der Schlamm. Das Auto „schwimmt“ darauf wie auf Eis. Dazu die ständige Gefahr des Steckenbleibens. Mir ist erst mal ein Stein vom Herzen gefallen als ich in Olpopongi ankam.

Zum Glück besserte sich das Wetter bald und der Nachmittag wurde noch richtig sonnig. Die Hochzeitszeremonie war toll. Richtig farbenprächtig und exotisch. Das ganze Maasaidorf hat mitgemacht. Alle – auch die Kinder – haben gesungen und getanzt auf dem Marsch zurück nach Olpopongi. Das Brautpaar war nämlich zuerst in einem Nachbardorf traditionell eingekleidet worden.

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Das Unwetter kündigt sich an…

Abends gab es ein Lagerfeuer mit BBQ. Nach und nach sind wir in unsere Hütten verschwunden. Dann, in der Nacht, kam ein heftiges Unwetter mit Starkregen auf. Die Dachkonstruktionen mehrere Hütten waren nicht wasserdicht, einige Gäste haben sich umquartiert. Auch in meine Hütte tropfte es irgendwann hinein und ich bin immer hin- und her gerutscht um noch halbwegs trocken zu liegen. Trotzdem war am Morgen natürlich alles irgendwie feucht und klamm oder auch richtig nass. Aber ich bin noch ganz gut weggekommen, denn ich konnte trotz allem einigermaßen gut schlafen. Andere haben kein Auge zugetan. Es hat auch am Morgen immer noch heftig geregnet. Nach und nach war überall Wasser und Schlamm.

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Am nächsten Morgen – Regen und Schlamm überall…

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Trotz großer Bedenken wegen des Zustandes der Piste haben wir nach dem Frühstück mit drei Autos die Rückfahrt angetreten. Nach ca. 5km steckten zwei Wagen – meiner inklusive – fest. Da war nichts mehr zu machen, die Räder drehten nur noch durch. Alle Versuche die Autos frei zu bekommen haben nicht gefruchtet.

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Schließlich haben wir es geschafft einen Traktor zu organisieren. Der hat mich dann freigezogen. Einen Reifenschaden hatte der Wagen auch noch, aber den konnte ich zum Glück am Montag in Moshi reparieren lassen, so lange hat er noch gehalten 😉

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Die anderen hatten es mittlerweile aus eigener Kraft geschafft frei zu kommen. Trotz des Regens und des Schlamms haben uns Leute aus der Umgebung geholfen und uns noch bis zur Hauptstraße Geleit gegeben. Das war auch gut so! Wir haben sicher fast vier Stunden festgesteckt!

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Gegen 15:30 Uhr war ich glücklich zurück in Moshi. Wieder ist mir ein Stein vom Herzen gefallen. Ich sah aus wie ein Schwein und das Auto sah aus wie ein Schweinestall – ist aber mittlerweile wieder sauber 😉

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Über Klaus

...fast Rentner :)
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