Dienstreise nach Mtwara

Mein Kollege Hajo hatte angefragt, ob ich bei der Einrichtung einer GIS-Datenbank und deren Anbindung an ein Kunden-Abrechnungssystem beim Wasserversorger der Stadt Mtwara (MTUWASA) unterstützen könnte. Gerne habe ich zugesagt. Fachlich habe ich eine ähnliche Konfiguration schon einmal implementiert und persönlich war es für mich eine gute Gelegenheit diesen Landesteil Tansanias, ganz im Südosten an der Grenze zu Mosambik am indischen Ozean liegend, auch einmal kennen zu lernen.

Nachdem der Einsatz GIZ-intern genehmigt worden war, ging die Reise am Sonntag, den 02. September 2012, morgens gegen 8:00 Uhr am Flughafen Kilimanjaro los. Man muss zunächst nach Dar es Salaam fliegen um dann einen Anschlussflug nach Mtwara zu nehmen. Leider sind die Anschlussflüge “afrikanisch” geplant, so dass man eine lange Umsteige-Wartezeit in Kauf nehmen muss. Obwohl beide Flüge jeweils zirka nur eine Stunde dauern, hieß das für mich dass ich erst am späten Nachmittag gegen 17:00 Uhr in Mtwara ankam.

Ich bezog Quartier im Selbstversorger-Gästehaus der Benediktiner-Abtei, direkt am schönen Strand von Mtwara und fühlte mich dort gleich wohl. Die Möblierung der Räumlichkeiten, im “Retro-Stil der 70er-Jahre”, wie eine Kollegin sich ausdrückte, ist einfach aber funktionell. Man hat wirklich den Eindruck noch einmal in so ferne, vergangene “DED”-Zeiten versetzt zu sein. Die Bücherregale voll mit deutschsprachiger Literatur…

Mtwara ist, obwohl Hauptstand der Region, eine doch sehr abgelegene und “ländliche” Stadt, im Vergleich z.B. zu Moshi oder Mbeya. Es gibt nur kleine Läden und Geschäfte, natürlich einen Busbahnhof und den Markt. Doch alles ist weitläufig und nicht gerade “Fußgänger-freundlich” konzentriert. Die meisten Straßen sind noch nicht asphaltiert und dementsprechend staubig. Doch laufen gerade großflächige Erneuerungsarbeiten an, die das Gesicht Mtwaras in den nächsten 5 Jahren drastisch verändern werden. Denn vor der Küste hat man umfangreiche Gas- und Öllagerstätten entdeckt und gerade damit begonnen diese auszubeuten.

Die Zusammenarbeit mit Paul und Hajo lief sehr angenehm und so konnten wir im Laufe der Woche eine erfolgreiche Implementation der Datenbank durchführen, die als Basis für die weiteren Planungen MTUWASAs und für Management-Informationen dienen wird.

Am Samstag, den 08.09.2012 gegen 9:00 Uhr in der früh, hob ich pünktlich in Mtwara wieder ab Richtung Dar es Salaam. Dort musste ich dann allerdings erfahren dass mein Anschlussflug nach Kilimanjaro (via Mwanza!) wegen technischer Problem drei (“afrikanische”) Stunden Verspätung haben würde. Daraus wurden “reelle” fünf Stunden – doch spät in der Nacht, gegen 21:30 Uhr, war ich nach dieser “Weltreise” wieder gesund und glücklich zu hause bei Rosi in Moshi 😉

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Über Klaus

...fast Rentner :)
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